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In wenigen Tagen brechen wir zur IdeenAlm in Alpbach auf. Ich möchte Euch herzlich einladen auch den Blog – alias Tagebuch – von der IdeenAlm zu abonnieren. Ich werde vor allem dort in der nächsten Zeit regelmäßig aus Alpbach berichten und auch ungeschminkte “Backstage” Einblicke geben. Auch die Videos werden dort veröffentlicht werden.

Wir freuen uns über Kommentare von Euch!

Ideenalm Tagebuch

PS: Und bitte weitersagen, danke!

KarmaKonsum Konferenz 2010: Hannes Offenbacher

Wie meine regelmäßigen LeserInnen mitbekommen haben, war ich heuer als Speaker bei der KarmaKonsum Konferenz eingeladen. Mein Beitrag bezog sich auf das Potential von Social Web für eine nachhaltige Entwicklung – mit meiner besonderen Perspektive die Energie und Zeit weniger in Protest aufzuwenden, als in pro-aktive Projekte die das Social Web als wichtige Infrastruktur nutzen. Ein Zugang den ich noch vertiefen möchte.

Herzlichen Dank an den Initiator Christoph Harrach für die Einladung. Einen Rückblick auf die Konferenz hat auch Stefanie Gründl von plenum verfasst.

Alle Videos von der KarmaKonsum Konferenz 2010

Ich würde es persönlich als Sucht benennen. Ich gestehe es mir ein. Mein Verlangen nach anregenden, inspirierenden Gesprächen mit intelligenten, visionären und kreativen Menschen. Vor Jahren habe ich den klassischen Systemweg verlassen und mir den Luxus erlaubt, Menschen zu kontaktieren und zu treffen, um mit Ihnen über Ihren Weg und Ihre Ideen zu sprechen. Völlig ziellos.

Das dennoch so viele Zeit genommen haben, deute ich als Zeichen das wir alle eine Sehnsucht nach ungezwungenen Gesprächen haben. Das eine oder andere Gespräch wurde in einem Blogartikel bzw. Buchbeitrag verarbeitet, doch das mit nur ein Bruchteil. Und über die Jahre hat sich aus dem neugierigen Zuhören eine wahre Sucht entwickelt. Ich kämpfe mit mir und einem spontanen Gefühl der Müdigkeit, wenn ich in „normalen“ Veranstaltungen sitze und dazu missbraucht werde, Vorträgen und Podiumsdiskussionen zu lauschen, die weder interessant noch unterhaltsam sind. Wie könnten sie denn auch, denn die meisten Menschen bestechen mit einer totalen Abwesenheit von Unterhaltungswert. Das Publikum ist in den meisten Fällen nur als Statist eingeladen, um die Wichtigkeit jener auf der Bühne zu untermauern. Dabei muss Infotainment kein Abrutschen in die Oberflächlichkeit sein, das zeigen die Vorträge der TED Konferenz eindrucksvoll.

Ich bin also süchtig nach authentischen Dialogen, spannenden Geschichten und mitreisenden Gedanken. Und da ich nicht vor habe eine Entziehungskur zu machen, gebe ich mich meiner Sucht voll und ganz hin. Ja, es gibt wieder ein neues Mehrblick Projekt.

Die IdeenAlm

Spielen wir ein wenig – im Kopf. Was wäre, wenn man in den wunderschönen Bergen Tirols für 2 Wochen eine Almhütte mietet und diesen bezaubernden Flecken als Treffpunkt von visionären Köpfen, Kreativen, MacherInnen und VordenkerInnen ausruft? Jene mitreisenden Persönlichkeiten einladet 1-2 Nächte dort zu verweilen, alle Masken im Tal zu lassen, um gemeinsam ideen- und lösungsorientierte Dialoge über – die vielen Facetten der – Nachhaltigkeit zu führen?

Eine Almhütte, so ehrlich und bodenständig, dass sich kein Besucher diesen wohltuenden Energie entziehen wird können. Und klar, am Berg gibt es bekanntlich kein steifes SIEzen. Diese ungewohnte Lockerheit öffnet Kopf und Herz. Und, um nicht einen weiteren abgeschlossenen Elfenbeinturm zu bauen, spielen wir diese Gespräche in Form von Podcasts und Videoaufzeichnungen ins weite Social Web, um dort zum Diskutieren und Umsetzen einzuladen.

Und es ist natürlich kein Zufall, dass zur gleichen Zeit, in der selben Gegend Tirols das renommierte Europäische Forum Alpbach stattfindet, dass seit über 50 Jahren die wirtschaftspolitische Elite Österreichs anzieht. Energien gehören verdichtet.

Nicht labern, machen.

Natürlich, wenn wir darauf warten würden einen Auftrag für so ein Projekt zu erhalten, sind wir alt. Also gibt es nur einen Weg. Wir schlüpfen erneut in die Rolle des Inkubators und packen es an. Nehmen das unternehmerische Risiko in Kauf und stellen einen Prototypen auf die Beine. Und da sind wir aktuell mitten drinnen.

Drückt uns die Daumen, dass wir das Baby in den kommenden Wochen gesund auf die Welt bringen. Bis dato sieht es gut aus, auch wenn die Vorlaufzeit von nur 5 Wochen etwas ambitioniert ist. Aber im Falle einer Sucht agiert man ja nicht mehr rational.

Aber will ich rational sein?

Nein.

Weitere Infos unter: www.ideenalm.at

Es war ein wenig verrückt und natürlich sehr herausfordernd für uns, ein neues Eventformat zum Thema „Nachhaltigkeit & Innovation“ mit nur rund 7 Wochen Vorlaufzeit vom Ideen-Himmel auf den Boden zu bringen. Ganz ehrlich, sicher waren wir uns nicht, aber wir haben das Risiko bewusst in Kauf genommen und die Ideenkonferenz noch ohne die erste finanzielle Zusage breit angekündigt.

Ich persönlich glaube an die Dynamik der Attraktivität. Will man etwas neues von Null weg auf die Beine stellen, dann ist es eine Strategie damit raus zu gehen, um einen positiven Sog an Aufmerksamkeit und Unterstützung zu erzeugen. Wobei: Ich denke es funktioniert nur, wenn es ein authentisches Anliegen gibt.

Ich muss in diesem Zusammenhang immer an den US-amerikanischen Weltraum Wettbewerb X-Prize denken. Einer der Gründer verriet in einem Interview, dass sie zu Beginn des Wettbewerbs der mit 10 Millionen Dollar dotiert war, nicht mal eine Million hatten. Fake it till you make it – könnte man sagen, wobei ich hier eher auf eine ehrlichere, transparente Variante setze. Rausgehen, loslegen und mit offenen Karten spielen. Zugleich natürlich das unternehmerische Risiko abwägen und „Worst-Case“ Szenarien im Kopf durchspielen. Das gehört dazu.

Doch mit Sustainovation mussten wir keine Worst-Case Pläne rausholen oder den Event kurzfristig absagen. 7 Wochen und das Mehrblick Netzwerk reichten aus um insgesamt 170 Teilnehmende nach Wien zu bringen. Ein Viertel sogar aus dem Ausland, was selbst für uns erstaunlich war.

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Dies sollte ein Kommentar auf Nicole Arnitz‘ Artikel Die Flut werden. Ich befand, dass dieser dann doch zu lang für einen Kommentar geworden ist. Danke Nicole für den Impuls!

Wieder mal Zeit für Selbsttherapie mit den bekannte Fragen und Vermutungen:

  • + Das Internet lenkt mich vom Wesentlichen ab und frisst mir Zeit weg
  • + Twitter, Facebook & Co stehlen mir die Zeit zum Bloggen
  • + Die Informationsflut spült jeden ruhigen Gedanken von der Bildfläche

Doch sind wir Opfer oder Täter? Aber was soll Euch das interessieren. Maximal beim zweiten Absatz werdet ihr zurück zu Facebook wechseln. Es könnte ja jemand das Foto vom letzten Ausflug mit „gefällt mir“ gewürdigt haben. Wiederschauen! Weiterlesen »

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