Das tue ich mir nicht an
Noch nie hat man so viele Menschen über Missstände schimpfen und Wandel reden hören. Das Social Web macht sichtbar, verstärkt und inszeniert Wutbürger und Besserwisser. Doch jede Kritik, jeder digitale Shitstorm, jeder Flashmob endet wie ein Wölkchen über der Wüste Gobi – er löst sich auf ohne dauerhaft etwas zu verändern.
Da gibt es den Umstand, dass für Veränderung jemand etwas verändern muss. Doch was bleibt an Hoffnung für Veränderung, wenn es sich keiner antun will? Wenn schon vor dem ersten Versuch versichert wird, dass man eh nichts verändern kann?
Natürlich wird sich ein System und seine Insassen nie freiwillig auf die Seite stellen und Platz machen. Der Konflikt ist unausweichlich und ja – es ist oftmals mühsam, kostet Kraft und Durchhaltevermögen. Egal ob in Vereinen, Parteien oder Unternehmen. Und ja, wir müssen diese Teilsysteme entern, übernehmen und mit ihnen arbeiten. Sie haben Ressourcen und Macht gebündelt, die uns oftmals fehlen.
Doch wenn wir es uns nicht antun – dann tun uns andere eben etwas an: Den Stillstand. Mit ihrem Missmanagement, mir ihrer Phantasielosigkeit und Trägheit unsere Gesellschaft zukunftsfähig zu gestalten.
Wir müssen es uns nicht antun. Aber das wird uns auch nicht glücklich machen.
| Tweet | ![]() |












stimmt nicht, die piraten kommen!
Wenn du mehr wissen willst, meld dich doch mal
Lieber Hannes,
wie wahr. Empörung wird erst sinnvoll, wenn sie Engagement und Handeln auslöst. Und da steht der allzu ‘globale Blick’ oft im Weg, verstellt die Sicht auf die eigene Handlungsmacht – wo alles Machbare seinen Ursprung hat.
2 Huna Weisheiten fallen mir dazu ein:
- all power comes from within
- now is the moment of power
und der Lendenwirbel (www.lendiwrbel.at), der in Graz grad aktuell wieder stattfindet. Eine Vielzahl an Menschen zeigen da in kleinen und großen Aktionen, was Engagement für neue Formen des Miteinander bedeuten kann : )