Besser geht es immer noch
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[Ahoi!] Es ist Aufbruchsstimmung zu spüren. Immer mehr Initiativen und Veranstaltungen widmen sich wichtigen Themen für eine zukunftsfähige Gesellschaft. Es webt sich ein Netz an Akteuren und Projekten, die sich gegenseitig aufschaukeln und anspornen. Und das ist gut so. Aber…

Nach einigen Jahren als Quereinsteiger der Nachhaltigkeitsszene, kann ich dieser Entwicklung viel Positives abgewinnen, wenn auch einige skeptische Gedanken mitschwingen. Es mag diskussionswürdig sein, ob die Szene der Akteure (mich eingeschlossen) nicht gefährdet ist sich in einem Meer von „Wir-sollten-tun“ Aktivitäten zu verlieren. Der Applaus einer wachsenden (digitalen) Szene verführt zum Ausruhen und reduziert den Blick auf mikro-mediales Echo.
Liegen wir nicht alle inzwischen auf dem digitalen Sonnendeck und schmieren unseren Bauch mit „gefällt-mir“ Creme ein, deren Schutzfaktor uns vor einer selbstkritischen Zwischenabrechnung bewahrt? 25 Likes, 500 Fans, 1200 Follower – sind wir nun wirklich so erfolgreich im Kampf für unsere Sache, wie es sich im Hype ums Social Web anfühlt?
Es ist verlockend, dass man nach jahrelangem Kampf um Aufmerksamkeit und Finanzierung nach den ersten Erfolgen einen Gang zurück schaltet und mal die eigene Position verteidigt. Plötzlich dreht sich alles um das Bewahren von erkämpften Positionen, als um ein nach vorne blickendes Ziele-setzen.
„Besser geht’s immer“ – auch wenn man bei diesem Leitsatz eine verkrampfte, kapitalistische Konnotation herauslesen möchte, so geht es mir um das Bewahren eines jugendlichen, von Neugier und Leidenschaft genährten Antriebs sich stetig weiter zu entwickeln. Unserem menschlichen Potential entsprechend.
Halbzeit 2011 – Zeit mit kritischem Blick das eigene Werk zu betrachten und sich im Kopf wie im Herzen zu fragen, ob es unserem Potential und vor allem der anfänglichen Zielsetzung entspricht. Am Ende des Tages reicht es nicht aus etwas gemacht zu haben, dass 30 Freunde auf Facebook innerhalb von 2 Sekunden für gut befunden haben. Unser Anspruch muss höher sein.
Die zweite Runde ist eingeläutet. Mit Social Web haben wir ein mächtiges Werkzeug erhalten, um unsere Anliegen zu promoten und zu verbreiten. Jetzt ist es Zeit auch unsere Projekte in ein nächstes Level von Cleverness und Wirksamkeit zu heben.
Besser geht es immer noch. Wie vielversprechend.
[Ahoi!] ist das monatliche Editorial auf bessergehtsimmer.at und wagt den Versuch all meine Gedanken und Ideen auf eine zentrale Erkenntnis zu reduzieren. Die Essenz aus 4 Wochen schöpfersicher Arbeit.
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