Mit Web 2.0 die Welt verändern?

Mrz 17, 2010 4 Kommentare Medien, Speaker, Zukunftsfähigkeit

Jetzt mal offen gesagt. Derzeit profitiert vor allem eine Branche von den Möglichkeit, die uns das Internet eröffnet hat. Die Pornoindustrie. Das will ich mal wertfrei im Raum stehen lassen, aber die Frage die sich jedem wachen Erdenbürger aufdrängt ist: Geht da nicht mehr?

Da geht mehr, behaupte ich mal. Das Potential ist enorm, doch an (vielfältigen) konkreten Beispielen wie das Meta-Medium Internet für eine nachhaltige Entwicklung, für die Steigerung der Lebensqualität (für alle) eingesetzt werden kann, mangelt es (mir). Das soll uns jetzt nicht betrübt stimmen sondern vielmehr aufrütteln. Und: Wir sollten mal genauer darüber nachdenken, wie wir das Potential ausschöpfen können und wer in diesen Sachen ein gutes Vorbild ist.

Wer sich darüber Gedanken gemacht hat, ist der VfU – Verein für Umweltmanagement in Banken, Sparkassen und Versicherungen. Gemeinsam mit dem UNEP-FI (United Nations Environment Programme Finance Initiative) und dem forum Nachhaltig Wirtschaften (Magazin).

Gemeinsam veranstaltet das Konsortium nächste Woche in München das Intensiv Seminar „Mit Web 2.0 die Welt verändern“.

Wie schaffen wir es, mit unseren Nachhaltigkeits-Themen zum Tagesgespräch zu werden? Wie können wir den nötigen gesellschaftlichen Wandel und unsere unternehmerische Verantwortung in den Medien sichtbar machen?

Der Kampf um die Aufmerksamkeit der Zielgruppen tobt. Gegen Dieter Bohlen, Heidi Klum & Skandalberichte können wir bisher nur schwer konkurrieren. Wie kommunizieren wir also intern und extern besser als bisher, an welchen ganzheitlichen Lösungen CSR-Manager arbeiten? Wie kann unsere Botschaft „sexy“ sein? Wie können wir von einer sich ändernden Kommunikationskultur profitieren? Und wie nützen wir dafür die genialen Möglichkeiten der Neuen Medien – Web 2.0 und 3.0, Social Networks, Twitter, Buzz, Facebook, Video-Blogs, IP-TV und SixthSense? Denn wer heute nicht lernt, mit diesen neuen Medien umzugehen, hat morgen schlechte Karten. (Quelle: VfU)

Da lacht mein Herz, wenn ich lese „ […]Wie kann unsere Botschaft sexy sein […]“. Eine sehr wichtige Frage und Erkenntnis, um Nachhaltigkeit in Zukunft nicht nur im Rahmen von immer-bedrohliches Schreckensszenarien an die Leute zu bringen.

So freue ich mich auf 2 Tage München und die Chance meine Perspektive vor Ort beisteuern zu können. Ich feile an einem kontroversen, „jungen“ Input…

PS: Herzlichen Dank an Christoph Santner von Verantwortung Jetzt für das vernetzen!

Weitere Informationen:

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4 Kommentare zu “Mit Web 2.0 die Welt verändern?”

  1. Andreas Jaritz says:

    Na klar, geht da mehr. Mehr weg von der Richtung “Zeigerfinger hoch und belehren”. Das funktioniert, so finde ich, schon seit einiger Zeit nicht mehr…

    Wo man im Web ansetzen kann, ist, dass man nicht gleich immer einen “nachhaltigen Masterplan” über althergebrachtes überstülpt und so die Menschen überfordert (Stichwort: “Was der Bauer nicht kennt…” oder “ich hab das immer schon so gemacht also…”. Nachhaltige Themen werden mehr und mehr den Mainstream assimilieren. Soll heißen, dass man seinen Spaß am Leben, an Produkten etc. lebt, aber vor allem Opinion Leader es zu einer Selbstverständlichkeit machen, dass man dabei sanft, nachhaltig, vernünftig agiert. Frei nach dem Motto: “Was, du fährst immer noch mit so einer 15-Liter Schüssel? Wie uncool!

    Erfolgversprechend für die Übermittlung nachhaltiger Themen erscheinen mir jedenfalls alle Mittel, die den Spieltrieb der Menschen fördern und dabei auch interessantes mitschwingen lassen (der Zeigerfinger, sollte er sich belehrend erheben wollen, spätestens in der Nase hängenbleibt)

    Dies ist kein Beitrag mit besonderen Handlungsvorschlägen. Eher ein Post-Büro-Mittagessen-Ich-Trink-Jetzt-Einen-Fair-Trade-Cafe-Und-Philosophier-Dabei-Kommentar ;)

  2. Benjamin says:

    Das “Sexy-Machen” ist gar nicht so einfach.
    Eine gewisse Zielgruppe erreicht man immer mit Nachhaltigkeitsthemen, aber auch wenn diese Themen dem einzelnen viel Geld sparen können sind sie kein Selbstläufer.

    Das Problem ist einfach, dass der Mensch nicht darauf ausgerichtet ist langfristig zu denken. Wie sollte er das auch. Immerhin können wir ein paar Jahr vorausdenken. Unsere nächsten Verwandten im Tierreich schaffen dies in der Regel nicht. Ich glaube wir Menschen überschätzen uns manchmal in der Fähigkeitn nachhaltig zu handeln.

    Umso wichtiger ist es, dass daher Regeln aufgestellt werden die uns zum nachhaltigen Handeln zwingen, oder Anreizsysteme dazu geschaffen werden. Welches der beiden Instrumente besser ist möchte ich jetzt nicht bewerten, das könnte etwas lang werden :-)

  3. Renate says:

    Lieber Hannes,

    wie sehr Du mir aus dem Herzen sprichst, wenn Du Menschen begeistern willst für Nachhaltigkeit mit Lebensfreude, nicht mit Schreckensszenarien!!! Aber das “sexy machen” dieses Themas, da gebe ich Dir vollkommen Recht, Benjamin, ist gar nicht so einfach! Wir, das sind Mr Coolness (alias Izai Amorim) und ich, sind kurz vor Weihnachten mit Certified Coolness online gegangen: ein Downloadstore für CO2-Ausgleich, Kunst und Lebenskunst. Schaut doch mal vorbei und sagt uns Eure Meinung dazu und besser noch werdet gleich “Coolistas”. Übrigens wir sind auch in München. Wenn Du mal wieder in München bist ….

  4. Jakob says:

    Respekt für deine noblen Absichten. Aber wie soll man das trockene Thema Nachhaltigkeit sexy verkaufen. Wenn du es weisst, würde ich mich freuen zu erfahren wie es geht.

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