Ein Selbstversuch: 52 weeks – 52 faces

Dez 15, 2009 27 Kommentare Networking

my first fisheye

Das Jahr geht zu Ende und man kann behaupten, dass es das Jahr von Facebook und Twitter war. Man kann nun viel über diese Entwicklungen sagen, heute möchte ich aber vor allem einen Aspekt herausgreifen, der mich in den letzten Wochen sehr intensiv beschäftigt hat: Die Kultur der Vernetzung und das nicht enden wollende Ansammeln von virtuellen Kontakten.

Bei Xing stehe ich derzeit bei rund 3800 Kontakten, bei Facebook bei 820 Freunden und bei Twitter 680 Follower. Einmal schnell geschätzt habe ich in dieser Umwelt des Social Webs in der Woche mit rund 30 neuen Gesichtern zu tun (mit welchen ich zumindest kurz interagiere, sie als Kontakt bestätige oder selbst hinzufüge). Nun will ich hier keine Diskussion darüber führen, ob dieses „hinzufügen“ überhaupt Sinn macht. Mir ist klar, dass es hier subjektiv sehr unterschiedliche Strategien gibt, was zu akzeptieren ist.

Ich bin mehr auf der Suche nach ungenutzten Potentialen. Ganz ehrlich, diese Web 2.0 Welt hat uns in einer unglaublich kurzen Zeit überrollt. Schumpeter hätte an der kreativen Zerstörung im Feld der Kommunikationswerkzeuge seine Freude. Die Frage, die jetzt zu beantworten lohnend scheint ist: Und was tun wir nun damit?

Natürlich sind viele Kontakt, Freunde und Follower ein mehr oder weniger wirksames PR Werkzeug. Zumindest für das „Branding“ der eigenen Person und seiner Projekte ist es eine (nicht die einzige) Möglichkeit. Und sonst?

Tom Peters klopft an

In meinem geistigen Hinterstübchen klopft Tom Peters an, der in seinen antreibenden Büchern, (nachdrücklich!) den Tipp gibt, man solle coole, kreative und inspirierende Leute „sammeln“. Doch Tom hat sein Buch in einer Zeit geschrieben, wo man die Person nicht „hinzugefügt“ hat, sondern zum Telefon griff, sie anrief und zu einem Essen einlud.

Nein, ich will hier nicht die Binsenwahrheit aufarbeiten, dass ein reales Treffen – natürlich – mehr Wert ist als ein flüchtiges, 140 Zeichen hin-und-her via Computer. Das steht außer Frage. Doch gerade weil es so klar ist, drängt sich mir die Frage auf: Und handeln wir danach?

Die wir-sind-immer-online Kultur und das tägliche „gefällt mir“ Beglücken bewirkt auch eine gefühlte Nähe zu den (nie in real getroffenen) Menschen. Facebook & Co blockieren damit das natürliche Gefühl a la „Wir haben uns ewig nicht gesehen, lass uns auf einen Cafe gehen“. Und: Man weiß ja eh alles. Die Inflation der Status-Updates und Tweets radiert den Smalltalk aus. Vermeintlich.

Cool, sympathisch und: Unbekannt

Mal abgesehen von den real bekannten Kontakten, die man beruflich oder privat tatsächlich immer wieder trifft, interessiert mich vor allem eine Gruppe: Die coolen Unbekannten. Man fügt sie einmal hinzu (oder sie tun es), weil man etwas vermutet, das Projekt/ die Firma rasend interessant erscheint, man etwas beim Anblick des (kreativen) Fotos spürt, weil ein Halbsatz im Profil neugierig macht und sie ein einziges Status Update, ein ausgeschriebener Gedanke, sofort sympathisch macht. Verdammt, warum treffen wir diese Leute nicht?

Mehr geht nicht. Echt nicht?

Natürlich, der Mensch hat eine gewisse Maximalkapazität an sozialen Kontakten. Ich hörte mal von 70 bis 120. Mehr packt er nicht, mehr kann er nicht im Blick behalten und wirklich pflegen. Im Blick behalten kann man heutzutage sicherlich mehr. Virtuell zumindest. Doch eine wirkliche Beziehung aufbauen. Da kommt die Zahl wohl auch noch heute hin.

Und natürlich gibt es da noch den ewigen Mangel an Zeit. Das tägliche Geschäft lässt es nicht zu, laufend, ziellos Leute zu treffen.  „Wie soll sich das ausgehen?“, höre ich Euch sagen.

Sind wir also verdammt? Bleibt es bei flüchtigen, virtuellen Kontakten die wir nie zu Gesicht bekommen werden? Zum Teil wohl ja, so bemerke ich gerade im hochgejubelten Facebook einen Niedergang der Etikette. Schreiben die Menschen bei Xing zumindest einen Satz beim Hinzufügen dazu (so doof der sein kann), so ist es bei Facebook augenscheinlich normal, sich selbst das zu sparen. Gratulation an alle, die das bei mir – fremderweise – gemacht haben. Sie landeten in der Kontaktgruppe “Unknown” und scheinen in meinem Stream nicht mal auf.

Der Selbstversuch 2010

Doch es treibt mich die Neugier und ich möchte bei mir selbst einen Versuch starten. Ich investiere (Zeit) in der Zuversicht, dass es sich vielfach lohnen wird.

52 weeks. 52 faces.

Ab 2010 starte ich einen Selbstversuch. Ich „zwinge“ mich selbst, diese coolen, sympathischen und bis dato nur virtuellen Kontakte in Real zu treffen. Auf einen Cafe, ein Glas Wein, ein Frühstück oder zum Lunch. Das ambitionierte Ziel: Jede Woche eine Person.

Der Schwerpunkt wird klarerweise in Wien liegen, doch bei allen fixen Reisen werde ich versuchen die Wiener Grenzen hinter mir zu lassen.

Network me

Und: Zusätzlich, einmal im Quartal, gibt es ein größeres Get-together (für noch Unbekannte) in einem Lokal. „Network me“ – so die herzliche Einladung. Ein Netzwerktreffen mit den Kontakten von – mir.

Aber auch bei diesem Treffen werde ich nicht wahllos all meine Kontakte einladen, sondern selbst vorselektieren. Das wird eine Menge Arbeit, aber anders macht es keinen Sinn.

Vorfreude

Ziehe ich das durch, so werde ich zumindest 52 Personen unter vier Augen und nochmals ca. 80 Leute bei den größeren Treffen – in real – kennenlernen. Mit einer subjektiven Vorauswahl sollten sich lohnende und inspirierende Kontakte (privat wie auch geschäftlich) ergeben. Ich bin sehr gespannt und voller Vorfreude.

Regelmäßige Erzählungen gibt es hier im Blog.

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27 Kommentare zu “Ein Selbstversuch: 52 weeks – 52 faces”

  1. Tweets that mention Ein Selbstversuch: 52 weeks – 52 faces (Blog von Hannes Offenbacher) -- Topsy.com says:

    [...] This post was mentioned on Twitter by Offenbacher, Old Mac Donald. Old Mac Donald said: Ein Selbstversuch: 52 weeks – 52 faces (Blog von Hannes Offenbacher): Das Jahr geht zu Ende und man kann behaupten, dass http://url4.eu/w2XW [...]

  2. Luca Hammer says:

    140 Zeichen können mehr sagen, als eine halbe Stunde oberflächliches Gequatsche über Dinge, die man sowieso schon weiß. Mir persönlich fällt es schwer, Menschen abzublocken, die mich langweilen. Nach einer gewissen Zeit gebe ich ihnen Zeichen, dass ich nicht am weiterführen des Gesprächs interessiert bin, aber nicht alle verstehen diese. Auf Twitter entfolge ich sie und muss mir keine Gedanken mehr darüber machen. Dafür bekomme ich von mehreren hundert Menschen, Tag für Tag mit, was sie tun und denken. Es ist eine neue Art der Beziehungspflege. Ich bin da, kommuniziere mit den Menschen, helfe ihnen weiter und sie mir. Eine große Bürogemeinschaft, die man sich selbst zusammensucht. Die Klassenreise mit den besten Freunden.

    Doch es ersetzt nicht das persönliche Treffen. Es erweitert es, bereitet es vor, sodass man nicht bei Null anfangen muss. Bin ich bereits mit jemanden online in Kontakt, fällt es leichter mit ihm auf einem viel höheren Level zu reden. Doch dies nur nebenbei.

    Sich die Zeit nehmen jemanden persönlich zu treffen, wenn man sich nicht einmal die Zeit nimmt, um einmal pro Woche einen Blogartikel zu schreiben. Wir kommen zurück zu dem Problem des sich selbst im Tun verlieren. Mir gefällt der Plan jede Woche jemand neues zu treffen. Doch für mich selbst wird es im nächsten Jahr erst einmal heißen, Menschen wieder zu treffen. Auch wenn man immer wieder neue Menschen kennen lernt, sollte man nicht vergessen, dass man viele großartige Menschen kennt, bei denen ein Anruf reicht, um wieder ins Gespräch zu kommen. Man trifft sich einmal, bleibt online in Kontakt, verliert sich aber fast aus den Augen.

    Gibt es heutzutage noch Freundeskreise? Bekanntenkreise? Oder ist unsere Welt schon so aufgelöst, dass sich nur noch spontane Blasen bilden, in denen man zusammenarbeitet, über persönliches spricht und dann wieder den eigenen Weg geht?

  3. Hannes Offenbacher says:

    Für mich kann ich Deine Frage beantworten. Mein Freundeskreis hat sich in den letzten Jahren sehr stark aufgelöst. Natürlich durch meinen Umzug nach Wien, aber auch durch meine Firmengründung und den Abgang von der Uni. Man entwickelt sich weiter, hat andere Tages/Wochen Zyklen und definiert “Freundschaft” neu….

    Und hier würde ich sagen, dass auf 100 getroffene Leute, vielleicht 1-5 auf lange Zeit übrig bleiben… Und ja, “Bekannte” hat jeder genug, aber echte Freunde denen man sich anvertraut? – ganz wenige. Aber das war schon früher so – ich hab da kein romantisches Bild von “Früher war es besser”.

    Heute aber haben wir das Geschenk vor unseren Füßen, dass wir Zugriff auf so viel mehr Menschen haben, als früher im “Dorf”. Spielerisch. Faszinierend, nur aufmachen muss man es auch. Das Geschenk… (beruflich wie privat)

  4. CarolinN says:

    Jede Woche einen Kommentar aus der echten Welt treffen – und dann bitte auch darüber bloggen – finde ich eine gute Idee! Go!

  5. Johannes says:

    Nachhaltige Freundschaften und Bekanntschaften sozusagen … ich bin auch der Meinung Facebook & Co konnten nicht wirklich zu einer Verbesserung der freundschaftlichen Beziehungen beitragen – wie Hannes oben schon sagt “auf lange Zeit werden 1-5 übrig bleiben”. Trotzdem gelingt es jetzt viel einfacher neue Kontakte zu knüpfen – meist nur auf geschäftlicher Basis aber immerhin!

    Beispiel: über Twitter habe ich eine mir unbekannte Person hinzugefügt, daraus wurden ein paar Unterhaltungen, ein Treffen und schließlich eine langfristige berufl. Zusammenarbeit!

    Also die erste Einladung kann ich schon mal aussprechen. Wenn du in unser Büro auf einen Kaffee vorbei kommst lernst gleich ein kleines Team kennen ;-)

  6. mcarla says:

    Hallo,

    das ist ein sehr interessanter Selbstversuch, den Du da durchführen willst. Ich selbst stelle auch immer wieder fest, dass es eine ganz andere Qualität hat, wenn ich jemanden aus der Welt des Internets persönlich kennenlerne.

    Bin gespannt, wie dein Experiment verläuft.

    Gruß Mario Carla

  7. Ali Mahlodji says:

    Hallo Hannes,

    sehr gute Idee!
    Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen … solche erste Treffen sind meist, wenn man die Person schon virtuell etwas kennt, extrem herzlich.
    Aber vielleicht ist dies auch nur bei mir der Fall (einmal Perser, immer Perser :-) )

    Wünsche dir viel gute Erfahrungen damit, ich habe diese auf jeden Fall gemacht (wie du ja selbst mitbekommen hast).

    LG,
    Ali

  8. Heinz Grünwald says:

    Grundsätzlich, finde ich die Idee super!

    Meiner Meinung nach geht es nicht nur um das persönliche kennenlernen, sondern auch eines unter 4 Augen. Auf Events und Konferenzen diskutiert man oft in Gruppen, dort eignet sich das Umfeld nicht für eine wirkliches kennenlernen – Gespräche bleiben auf einem gewissen oberflächlichen Niveau – man erreicht einfach nicht die selben Qualität wie in einem 2er Gespräch.

    Muss allerdings auch Luca zustimmen, …

    Ich selbst versuche immer wieder mir noch unbekannte „online“ Kontakte real, persönlich zu treffen – aber oft wird mir dann bewusst das ich nicht mal Zeit habe Leute zu treffen die ich kenne und öfter treffen sollte und möchte.

    Denke eine gesunde Mischung aus regelmäßigen Treffen von bestehenden Freunden/Bekannten und neuen Kontakten wäre gut.

  9. Hannes Offenbacher says:

    Gut, es ist sicher auch eine Frage, ob man beruflich (z.B. als Unternehmer wie in meinem Falle), so oder so Menschen treffen muss. Ob nun für Akquise, Mitarbeitersuche, Kooperationen oder Pressearbeit – man kommt nicht darum umher. Wenn man aber angestellt ist, hat das sicherlich nicht so eine große Bedeutung.

  10. digiom (jana Herwig) says:

    Ich hoffe, ich bin nicht auf der Liste dieser 52 Personen, denn ich halte die zugrunde liegende Setzung “face to face = real, virtuell = zählt nicht” für nicht zutreffend.

    Da ich mich aber auch nicht zu den coolen, sympathischen, virtuellen Unbekannten zähle – ich bin doch nicht nach Wien gekommen, um die Freundlichkeit zu lernen – , muss ich mir wohl keine Sorgen machen.

    Falls doch: Ich kann an dem Tag nicht.

  11. Petra Lehner says:

    Ich finde den Selbstversuch sehr gut. Da sowohl Einwände als auch Zustimmung bereits reichlich gefallen sind, will ich mein Verständnis schreiben: Menschen kennen zu lernen bedeutet in der Welt der Kommunikatoren, die wir alle sind, unser buntes Vielerlei um neue Impulse zu erweitern. Wenn daraus gute berufliche und/oder freundschaftliche Kontakte werden, ist das Optimum getroffen.
    Für die 52 Wochen wünsche ich dir wirklich geniale und bereichernd-inspirierende Menschen!

  12. Doris says:

    Tolle Idee- ich versuche ähnliches übrigens auch bei oekonews bzw. bei meiner Xing-Gruppe, per der ich Co-Moderator bin, immer wieder umzusetzen und freue mich dann immer wieder, wenn ich Leser und Leserinnen oder Leute, die von unseren Ideen überzeugt bin, persönlich treffe.
    Mein bisheriges Resümee: 99 % positiv- ganz selten, dass die Zeit verschwendet war.

  13. Hannes Offenbacher says:

    @Jana ich habe nicht geschrieben, dass virtuell nichts zählt. mir geht es um meine schlummernden kontakte, mit denen ich bis dato überhaupt keinen austausch hatte (weder virtuell noch real).

    und deinen wunsch nicht auf der liste zu sein, muss ich akzeptieren, auch wenn ich dich gerne getroffen hätte.

  14. digiom (jana Herwig) says:

    Da mir dritte Quellen mitteilen, dass mein Kommentar total abschockend gewesen wäre: Sorry, war nicht persönlich gemeint. Vielmehr: Ich will auf niemandens Liste stehen, wenn das eine Liste ist von Personen, mit denen man den Kontakt intensivieren möchte.

    Auf Listen von Personen, die mit mir bestimmte Themen intensiver diskutieren wollen, dagegen immer, wenn mich die Themen interessieren. Das hat aber nix mit Coolness zu tun.

  15. digiom (jana Herwig) says:

    Sogar ein Nachtrag: Wenn ich eine Personentreffliste machen würde, würde die etwa so klingen:

    Ich möchte jede Woche eine Person treffen, die auf den ersten Blick und nach den gängigen Kriterien (Auftreten, Kleidung, Rhetorik, Liste an Projekten, Kontakte auf Xing, Followerzahl, etc pp.) überhaupt nicht cool erscheint und mich mit dieser Person über ein Thema, mit dem diese Person etwas anfangen kann, eine Stunde lang unterhalten.

    Ich denke jetzt ist klarer, wieso ich nicht auf einer wie oben verfassten Liste stehen wollte.

  16. Michael says:

    Am ersten September-Wochenende schon was vor? Da kommen wir aus dem Allgäu nach Halbturn. Ansonsten sind wir etwas weit weg. (Es sei denn, ein Urlaub geht in unsere Richtung)

  17. Hannes Offenbacher says:

    @Jana ich mache keine liste, sondern versuche im neuen jahr bewusst, interessiert und neugierig, bis dato inaktive kontakte auf xing und facebook auf einen cafe oder ein glas wein zu treffen. 2009 kam das bei mir zu kurz.

    ich bin irrsinnig neugierig und habe in meinem leben schon so oft von ungezielten gesprächen mit menschen aus den verschiedensten ecken, profitiert. die auswahl erfolgt dabei vollkommen subjektiv und intuitiv und wird mit sicherheit sehr bunt sein.

    das regt mich an, das macht mir spass und hilft mir regelmäßig über den tellerrand zu schauen.

    (“cool” ist dabei für mich ein ebenso bunter begriff und deckt sich wohl nicht mit deinen emotionen zu diesem wort).

  18. valentin says:

    Hey ,

    cooler Blog!

    :)

  19. Fritz says:

    Lieber Hannes,
    darf ich mich da gleich mal melden? Oder zähl ich nicht. Immerhin wohnen wir beruflich Tür an Tür – haben aber auch fast mehr über FB, twitter und mail zu tun…

    Ich hab mir übrigens grad was ähnliches vorgenommen: ein Treffen pro Woche, aber PRIVAT. Das kommt nämich (auch wg. der vielen beruflichen Kontakte) oft zu kurz.

    Klar kann man das oft garnicht so trennen. Aber wenn man denkt, worüber man geredet hat bei einem Kaffee, an einem Abend, war’s doch meistens sehr beruflich dominiert. Da gibt es ja soooo viel zu erzählen.

    Also, bewusst: MEHR PRIVATE TREFFEN. Wir können ja dann mal schauen, in welche Kategorie unser Kaffee (siehe oben) fällt.

  20. Hannes Offenbacher says:

    @Fritz: Ich denke Du wärst ein toller Gesprächspartner. Du hast vollkommen Recht – obwohl Tür an Tür, so wirklich in Ruhe geplaudert haben wir noch nicht.

    @Michael: So weit kann ich noch nichts sagen. Mag sein, dass ich zu dieser Zeit in Alpbach (Kongress) bin…

  21. Frans says:

    tolles idee. hier die lösung für die rein ‘virtuellen bekantschaften’ im web 2.0 http://www.suicidemachine.org.

  22. Florian Komm says:

    Ich finde Dein Projekt eine spannende Sache. Hoffe Du berichtest ab und zu mal über Deine Erfahrungen.

    Wenn Du mal nach Berlin kommst, dann kann Du Dich ja mal melden. Ein guter Anlass wäre u.a. der diesjährige Workshop von Prof. Faltin in Berlin.

    http://labor.entrepreneurship.de/tiki-page.php?pageName=Entrepreneurship%20Summit

  23. Annabella says:

    Cooler Blog, spannendes Projekt. Schön finde ich die erste Geschichte – vor allem auch wie es dazu kam. Auf jedem Fall interessiert mich, ob Du die 52 Wochen durchhalten wirst, denn Unternehmer haben ja so ihre Probleme mit der Zeit (ich zumindest in jedem Fall). Bin schon gespannt auf welchen Wegen Du zu Deinen Gesprächspartnern kommen wirst.

  24. hanfsamen says:

    Klingt komisch aber machbar und ich wäre wirklich interessiert wie sich das auspackt für dich. Denn die eigentliche Frage ist ob das Netzt mit der realen Welt zu verknüpfen ist. Übers Internet kann man einfach mehr Leute kennenlernen aber ob diese Kontakten sich auch leicht unter vier Augen pflegen lassen bezweifle ich. Jedoch ein ganz interessantes Projekt, auf der Suche nach dem Unbekannten. Wirst du auch regelmäßig über deine Begegnungen berichten in diesem Blog?

  25. Julia T. says:

    Eine traurige Welt, im wahren Leben trauen die Menschen sich nicht anzusprechen und virtuell sammeln Sie Freunde die ihnen nichts bedeuten. Der Mensch wird zu einer Ware die gesammelt wird.
    Echt interessanter Versuch den du da gestartet hast.
    Gruß

  26. Große Bedeutung des Internets für berufliche Kontakte | TechBanger.de says:

    [...] ist keine gute Idee, jede Kontaktanfrage positiv zu beantworten, denn damit verrät man Unbekannten Daten, die man ansonsten nur mit Menschen teilt, denen man vertraut. Man sollte sich überdies [...]

  27. Jens says:

    Das ist ein interessantes Vorhaben, diese Leute auch einmal in der Realität kennenzulernen. Meine Strategie bei Facebook besteht darin, dass ich nur solche Personen hinzufüge oder bestätige, die ich auch tatsächlich kenne. Insofern betrachte ich diese Seite als ein virtuelles Adressbuch, das man gleichzeitig auch zur Kommunikation miteinander nutzen kann. Ein Freund von mir hat zum Beispiel kürzlich seinen gesamten Umzug komplett über Facebook organisiert und hatte innerhalb kurzer Zeit sehr viele nette Helfer zusammen. Ich denke kritisch wird es dann, wenn man sein Profil zu Marketingzwecken nutzt. Dann besteht nämlich die Gefahr, dass man Freunde und Bekannte irgendwann als Human Capital betrachtet, und den privaten und geschäftlichen Bereich nicht mehr voneinander trennt.

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