Let’s make change

Dez 01, 2008 12 Kommentare Allgemein
 

Gedanken nach einem Kinobesuch: Gestern habe ich mir auf Einladung der Grünen Wirtschaft, den Film „Let’s make money” von Erwin Wagenhofer angesehen, der auch vor Ort war und eingehend ein paar Worte sprach. Der Film: Toll gemacht, vor allem das Wechseln zwischen den Realitäten von Superreichen und Bitterarmen. Dazu die lockeren Statements von Mirko Kovats und Konsorten, die im Kontext des Films wie die größten A…….. „wirkten”.

Surrealist Twist
Photo by AndyKapped on Zooomr

Der Film ist ganz klar ein “Wachmacher”. Die Stimmung im Kinosaal war entsprechend. Auch nach Filmende dauerte es ein paar Momente, bis das Publikum sich wieder gefangen hatte. Gratulation! Ein wichtiger Film, der hoffentlich seinen Siegeszug rund um die Welt feiern wird. Vielleicht – so ein Traum von mir – wird er nach der Kinovermarktung auch gratis online zur Verfügung gestellt? Das wäre eine tolle Chance.

Was bleibt?

Ganz ehrlich, nach dem Film juckte es mich sofort etwas zu unternehmen. Um etwas zu ändern. Um gegen diese Missstände anzukämpfen. Doch die Ernüchterung folgte zugleich. Was tun? Man sieht sich vor einem Bollwerk an Systemen und Machtstrukturen, die unbekämpfbar scheinen.

Und hier sind wir meiner Meinung nach an einem wichtigen Punkt angelangt. Es gibt neben „Let’s make money” auch andere Filme, die einen wichtigen Beitrag zum größer werdenden Problembewusstsein der Menschen geleistet haben. Viele Organisationen, Studien und Artikel, zeigen tagtäglich auf, dass unsere jetzige Wirtschaft keine Zukunft hat. Dass wir uns selbst bedrohen und es früher oder später zum Crash kommen muss. Und was tun wir?

Zeit für intelligente, wirksame, systemverändernde Aktivitäten

Nun mag ich nicht den Filmemachern aufbürden, sie müssten uns auch ganz klare Anleitungen geben, was wir zu tun haben, um die Welt zu retten. Wie könnten sie auch. Aber: Wir alle müssen uns Gedanken machen, wie wir dieses inzwischen in einer breiten Öffentlichkeit vorhandene Problembewusstsein, in systemändernde Aktivitäten umsetzen können. Hier sind wir für mein Gefühl, meilenweit entfernt.
Auch ich habe (noch) keine Lösung, aber diese Frage wird mich nicht los lassen. Roland Dunzendorfer fragt aktuell: “Kann es zu einer nachhaltig, zukunftsfähigen Entwicklung kommen, wenn nicht grundsätzlich ein Systemwandel angestrebt wird?“. Ich würde sagen – Nein – wobei ich mir nicht sicher bin, ob dabei nicht eine “schöpferische Zerstörung” alter Systeme notwendig ist. Doch so weit sind wir nicht.

Ich frage mich und Euch:

Wie schaffen wir den Wechsel von einem „Let’s make fear” in ein Zeitalter im Sinne von „Let’s make change“?

PS: Vom Ressigeur Wagenhofer hört man, er wolle nun endlich einen positiven Film machen. Wie wäre es mit einem Film über „Changemaker” im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung? Mut machend und inspirierend!

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12 Kommentare zu “Let’s make change”

  1. André Loibl says:

    Hallo lieber Hannes! :-)

    Weisst Du, was ich glaube, was das Problem ist? Das Problembewusstsein ist das Problem.
    Wir sind uns aller unserer Probleme bewusst, jeden Tag. Eine Krise jagt die nächste und alles schreit nach dem Ende der Ungerechtigkeit…
    Doch wer sieht in dem ganzen “Problembewusstsein” denn noch die Chancen? Wie wäre es denn statt einem ausgereiften Problembewusstsein mal mit einem ausgereiften Chancenbewusstsein?
    Ich will hier nicht mit dem Law of attracttion langweilen, aber es ist ja wissenschaftlicher Fakt, dass die Realität als solche durch unsere Beobachtung und das Lenken unserer Aufmerksamkeit entsteht.

    Wenn wir uns also vollen Herzens in die Probleme werfen, bekommen wir genau das: Noch mehr Probleme. Noch mehr Ungerechtigkeit.
    Es gibt diesen schönen Spruch von Thaddeus Golas:
    “Das Verfühererische des Bösen liegt genau darin, dass es uns dazu verleiten will, es zu bekämpfen.” …

    Wenn wir endlich aufhören, “gegen” unsere Probleme zu kämpfen und anfangen, die Chancen in unserem Leben wahrzunehmen, dann wird sich auch etwas verändern.
    Doch da hilft keine Politik, kein Staat, denn das musst man selber tun…

    Es ist so leicht, sich über die “Probleme” aufzuregen und zu schimpfen auf die Ungerechtigkeit… doch wenn wir anfangen können, unsere Perspektive zu drehen und uns auch mal die Chancen anzuschauen, die uns das Leben bietet, (Und das Leben bietet uns eine riesige Menge davon!!! :-) ) ) dann sind wir wirklich bereit für eine Veränderung.

    Alles andere ist nur Pseudo-Veränderungs-Gewäsch… ;-)

    Ich wünsche Dir noch einen tollen Abend und sende Dir viele liebe Grüsse,

    André

  2. Kai Pulfer says:

    Ich find es hat durchaus seinen Wert sich die heutige Realität zu Gemüte zu führen, auch wenn sie sehr schwierig ist.

    Was bei mir passiert bei all diesen Filmen: ich sehe immer mehr die Zusammenhänge und das macht mich resistent gegen alle schnellen Lösungen, die da so angeboten werden – und per se neue Probleme bringen. Kurz vor der Morgenröte ists am Dunkelsten und ich kann mir gut vorstellen, dass das Anschauen dieser Sache uns alle an Schwelle bringt, hinter welcher wir bereit sind, einfach alles Alte loszulassen und ganz neu anzufangen. Ich seh keinen anderen Weg.

    Ich verlasse die Problemwelt immer mehr, ich will mir der Sachen bewusst werden, die abgehen und sie verlassen. Perspektivenwechsel. Ich habe auch viele “positive” Filme gesehen, aber die “negativen” haben in der Tat am meisten Einfluss auf mein Leben gehabt. ich habe es einfach satt, meine Energie noch in irgendeiner Weise diesen Sachen zu geben und suche Wege abseits von ihnen. Darum bin ich Fan der “negativen” Filme. Das Sattbekommen ist mir eine grosse Hilfe, mein Leben umzustellen.

    Aber hier mal für die Fans der “positiven” Filme – aber wirklich jedem das seine; das finde ich total ok (Achtung etwas Eigenwerbung falls erlaubt): Unsere Cradle to Cradle – Playlist (Michael Braungart und William McDonough, zwei Visionäre), Sepp Holzers Permakultur, The Power of Community. Viel Spass :) )

  3. Hannes Offenbacher says:

    Ich glaube man darf hier nicht in eine Dualität verfallen – ob nun gute oder negative Filme die richtigen sind. Ich denke beide haben ihre jeweilige Funktion und wirken auf jeden anders.

    Aber unabhängig von der Art der Filme, oder allg. des Mediums, dass uns die Probleme veranschaulicht – die Frage bleibt, was wir nun tun. Denn wenn wir uns dem Problem auch bewusst sind, es wird deswegen nicht kleiner.

    Ich schaute mir den Film von Wagenhofer an und das haben in Österreich bereits 400.000 Leute gemacht. Und? Was tun sie nun mit diesem Wissen?

    Ein kollektive Ignorieren und “das muss die Politik lösen” ist unserer Intelligenz nicht würdig. Ich spüre, dass 2009 das Jahr der Taten werden könnte.

    Im Sinne: Walk the talk.

  4. Jan A. Poczynek says:

    hi Hannes,

    ein schönes thema!
    gerade als berater und organisationsentwickler ist “change” ein thema, das mich seit langem beschäftigt.
    es liegt nun mal in unserer archetypischen menschlichen natur, dass wir ähnlichkeiten und gleichheit suchen und fördern.
    veränderungen und fremdes lösen reaktionen wie angst, widerstand und verunsicherung aus.
    so haben wir vor hunderttausenden jahren begonnen unsere hölen zu komplexen wohneinheiten auszubauen und vor eindringlingen zu schützen.
    schade, dass wir diese muster trotz kognitiver erkenntnisse nicht revidieren können und bei “change” immer gegen innere widerstandsmuster arbeiten müssen.
    umso mehr liegt es auf der hand, dass problembewusstsein (“case for action” & “sense for urgency”) eine notwendige startenergie ist, die notwendig ist, um die hürde der stabilität zu durchbrechen.

    so gesehen, können wir uns für krisenereignisse immer auch dankbar zeigen, weil sie diese energie als neue chancen frei setzen.

    zum beispiel, muss man George W. vielleicht für all sein tun dankbar sein?
    nämlich aus der perspektive, weil er damit den vielleicht größten “case for action” der neueren amerikanischen geschichte generiert hat!? durch Bush’s wahnsinn, entstand eine chance und Obama konnte präsident werden.

    sunshine!
    Jan

  5. Andreas Lindinger says:

    Anbei ein paar Gedanken, die aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben und keine Notwendigkeit der Einbehaltung der Chronologie bedingen:

    Der erste Schritt ist sich selbst und andere regelmäßig zu informieren, gerade jene Personen, die aufgrund von fehlender Zeit oder fehlendem Zugang zu diversen Medien sich nicht selbstständig aktiv informieren. Der zweite Schritt liegt darin, im eigenen Leben schrittweise gewisse Dinge zu überdenken und zu ändern, gleichzeitig auch andere Menschen über die vielen Möglichkeiten eines nachhaltigeren Lebensstils informieren, damit auch diese einige erste Schritte setzen – das erste Ziel darf dabei nicht sein ein paar wenige Leute zu einer vollkommenen Umstellung ihres Lebensstils zu bringen, sondern viele Leute zu vielen kleinen, ersten Taten zu bewegen.

    Der dritte Schritt liegt im größeren Engagement innerhalb der Zivilgesellschaft, sei es durch Einbringungen in Vereinen, NGOs, etc., Aufbauen von Informationsportalen wie diesem hier, usw. – auf diese Weise können mehr Menschen erreicht, Multiplikatoreffekte erzielt und zivilgesellschaftliche Bewegungen ausgelöst werden. Der vierte Schritt liegt im aktiven Engagement in der Politik. Auch wenn diese für viele immer unattraktiver wird, ist sie doch der wichtigste Schalthebel, mit dem man schnelle und effektive Maßnahmen treffen kann, mit dem man auch “Unwillige/Unwissende” bewegen kann und mit dem man erst recht Awareness schaffen und Menschen für etwas Positives begeistern kann.

    Womit wir beim Thema Faymann/Pröll/Strache vs Obama angekommen wären. Visionen entwerfen, Chancen aufzeigen und die großen Herausforderungen (Bildung/Chancengerechtigkeit, Migration/Integration, Energie/Umwelt/Klima) ehrlich, positiv und engagiert angehen – das spielt es hierzulande leider nicht. Stattdessen werden Ängste geschürt, Bevölkerungsgruppen gegeneinander ausgespielt und Dahinwurschtelkurse statt nachhaltiger Reformen eingeschlagen. Andererseits erlebe ich im persönlichen Gespräch immer wieder ein Bedürfnis nach einer solchen Politik, wie wir sie uns glaube ich alle wünschen. Nur woher soll diese kommen? Werden es die neuen Liberalen sein, werden sich die Grünen dorthin entwickeln oder wird eine der beiden Großparteien eine inhaltliche und personelle Überraschung liefern? Oder liegt es schlussendlich auch in diesem Punkt an uns, sind wir es auf die wir selbst warten?

  6. Jo Spelbrink says:

    Lieber Hannes!

    Dein Twitter-Beitrag hat mich neugierig gemacht und der heutige Tag hat mich zu virtuellen “Synchronizitäten” geführt, die mich dazu veranlassen diesen Kommentar zu schreiben.

    Zunächst bin ich heute via meinem mobilen RSS-Feed-Reader auf einen Artikel von http://www.inspire-news.de gestossen:

    http://changex.de/d_a03076.html

    Dieser bewegte mich zu einem Twitter-Beitrag, der wiederum in Facebook Widerhall fand, wo ich dann mit diesem Link beglückt wurde:

    http://private.freepage.de/hame/peter.htm

    Danach fand ich dann deinen Blogeintrag via Twitter, der mich neugierig machte.
    Diese Kombination hat mir den Gedanken gebracht, dass wir scheinbar alle Sklaven von gewachsenen hierarchischen Strukturen sind und auch emotional davon “abhängig” zu sein scheinen. Der “Macht der Mehrheitsmeinung” korrumpiert das Denken der Menschen. Da der Großteil der Menschen eine ziemlich negative Herangehensweise im Umgang mit Problemen haben, sind sie ein gefundenes Fressen für die “Mediengeier”, die mit “Bad News” die Menschen weiter verunsichern und sie ihrer inneren Negativität gefangen hält. Deine Frage hat mich dann wirklich gut erwischt und führte mich zur nächsten Frage: Warum schenken wir diesen Problemen soviel Aufmerksamkeit? Dabei fiel mir dann auf, dass kaum einer sich in Zeiten der Finanzkrise die folgende Frage gestellt hat:

    Gibt es eine einheimische Bank, deren primäres Ziel es ist, Geld zu verdienen mit wahrer und aufrichtiger Sinnhaftigkeit? Und welche versucht, wirklich jedem
    seiner Kunden seine Dienste anzubieten, sodass dieser sich persönlich weiterentwickeln kann? Wo wirklich keiner aus kurzfristiger Profitgier benachteiligt
    wird? Wo jeder ihrer MitarbeiterInnen den Sinn ihrer Arbeit darin sehen, Menschen
    zu ihrer wahren Bestimmung zu führen anstatt primär den eigenen Vorteil zu sehen (natürlich im Rahmen der Möglichkeiten und der Sinnhaftigkeit)?

    Wenn es sowas geben würde, ich wäre sofort bereit meine Bank zu wechseln und
    würde mich dann gut fühlen, weil ich die Sinnhaftigkeit mit meinem Inneren vereinen und ich wirklich vertrauen könnte, aufgrund von möglichst manipulationsfreier und transparenter Information und Beratung seitens dieser Bank. Die den Menschen in mir sieht und nicht bloss mein Geld! Eine solche Bank
    müsste Interesse haben am wachsenden Bewusstsein ihrer Kunden, die wiederum
    auch viel zurückgibt.

    Das klingt vielleicht wie eine schöne Fantasie oder gar naive und absurde Träumerei. Doch ich denke, wenn man versucht Wahlmöglichkeiten zu schaffen, wo ich die Möglichkeit habe, für das Gute zu entscheiden, dann dürfte es mir leichtfallen, das bisherige loszulassen.

    Ich glaube, es liegt darin, dass es auf der Welt noch zuwenig Möglichkeiten gibt, um diese Entscheidungen im Hier und Jetzt fällen zu können. Ohne dass man sich
    Gedanken machen muss, was jetzt das geringere Übel ist.

    Eine solche Bank, die aufrichtig und ehrlich sowie konsequent ist, kann doch nur gewinnen! Wenn sie in absolut sinnvolle Projekte investiert. Die jedem klar und einleuchtend ist! Dass man mit Freude das Geld investiert, weil man weiss, dass damit wahre und evolutionäre Nachhaltigkeit betrieben wird.

    Daher stelle ich gleich die nächste Frage: Ist es möglich, dass sowas gelingen könnte? Gut möglich, dass es naiv erscheint. Die Erfahrung und die Geschichte
    der Vergangenheit verfügt über keine Referenzpunkte, sodass man dieser Vorstellung sehr leicht mit Skepsis begegnet. Vielleicht sollten wir einfach aufhören, die Zukunft immer voraussehen zu wollen und es einfach probieren?

    Natürlich fragen sich die meisten Menschen, woher denn nur das Geld kommen soll in Zeiten der Krise. Veränderung ist mit radikalen Neugründungen möglich, wo man die positive Macht hat, das Geld in das Gute zu bewegen. Noch nie war die Menschheit so vernetzt wie heute, der Einzelne kann schon ein wenig bewirken, indem dieser andere inspiriert und zum Handeln bzw. jeden von sich aus zu Veränderungen bewegt. Auf dieser Basis könnten neue Strukturen entstehen, die wir uns vielleicht nicht einmal in unseren kühnsten Träumen vorstellen konnten. Denn ein vernetztes und transparentes Kollektiv ist irgendwie auch wie ein natürliches Korrektiv, wenn sie frei von Manipulation ist und voll von positiv sinnstiftender Motivation.

    Eine wirklich gewagte und an Naivität grenzender Vorstellung, nicht wahr? Oder ist es doch nicht?

  7. Jo Spelbrink says:

    Verzeih mir die grammatikalischen Fehler, die mir unterlaufen sind.

  8. Hannes Offenbacher says:

    “Sind wir es, auf die wir selbst warten?”

    Super, Andreas! Ein klares Ja von mir.
    LG

  9. Hannes Offenbacher says:

    @Jo : Ich glaube diese Frage haben sich viele gestellt, gerade nach dem Film. Also die Frage, ob es eine Bank gibt, die mein Geld nicht irgendwelchen A….. Investment Fonds zur Verfügung stellt, welche wiederum Länder der dritten Welt “melken”.

    Und gerade gestern, dachte ich mir, wenn es sowas in Österreich geben würde, ich würde dort sofort ein Konto eröffnen.

    Ich weiß zumindest, dass es in Deutschland so eine Bank gibt (wobei ich nicht 100% weiß ob alles stimmt, was sie von sich sagen). Die GLS Bank, die sich auch Ökobank nennt und mit dem Spruch wirbt “und Geld bekommt Sinn”.

    http://www.oekobank.de/

    Ich denke nicht, dass es Träumereien sind. Mich hat vor kurzem die Reportage über das verhinderte AKW Zwentendorf sehr inspiriert, die gezeigt hat, wie einige Wenige eine Welle losgelöst haben und das Unmögliche geschafft haben.

  10. Sind wir es, auf die wir selbst warten? « Jürgens Blog says:

    [...] durch: Let’s make change Vor kurzem sagte ein Freud von mir zu mir:”Hey, Jürgen das wird ja immer schlimmer! [...]

  11. Jo Spelbrink says:

    @Hannes:

    Danke für den Link!

    “Sind wir es, auf die wir selbst warten?”

    Eindeutig ja! :)

    “Ich glaube, dass die Mehrheit der Gesellschaft einfach nicht fähig ist selbstständig zu sein. Sie brauchen aufgezwungene Ziele, um sich selbst einen Sinn zu geben.”

    Vielleicht sollen wir weniger analysieren und es endlich einfach tun? Wir reden von der Zukunft, doch entscheidend ist das hier und jetzt. Nicht wahr?

  12. Nicole Simon says:

    Ebenso wie Du vor einem Bollwerk stehst – und Du sowie andere sind schon
    tief genug drin das es eigentlich genügend Ansatzpunkte geben sollte -
    steht der normale Bürger noch tiefer vor dem Problem. Man würde ja gerne
    irgendwie aber so richtig weiß man dann doch nicht …

    Hinzu kommt das Problem das viele – so sie sich denn mal für “was kann
    ICH tun” interessieren von informierter Seite mit solchen massiven Forderungen
    konfrontiert werden, daß ihr Interesse ganz schnell wieder gelöscht wird,
    weil der Holzhammer zuschlägt. Daher applaudiere ich Dir für die geschickte
    Formulierung: “Zeit für intelligente, wirksame, systemverändernde Aktivitäten”

    Die Frage die man sich stellen muß ist m.E. einfach: wen will ich erreichen
    und was in diesem Zusammenhang ist ‘wirksam’ bzw systemverändernd. Hannes und
    ich haben kurz vorher gemailt, weil ich ihn gerade angesprochen hatte bez.
    einer Aktion mit der ich ‘wollen die Welt verändern’ Menschen suche. Fiat möchte
    auf seiner Seite gute Vorsätze für 2009 sammeln und der Welt auf der Startseite
    zum ersten Weihnachtstag zeigen sowie best of für den Weihnachtswerbespot verwenden.

    Auf den ersten Blick sieht es kommerziell aus (ist es auch, denn dahinter steht
    eine Firma), auf den zweiten Blick ist genau das eine Chance ‘intelligent’
    zu informieren. Nicht holzhammermäßig, sondern in kleinen Schritten um den
    Rest der Welt weiterzuzeigen ‘Schon mal daran gedacht? So kann es auch gehen.
    Ist gar nicht so kompliziert wie Du vielleicht gedacht hast, kleine Schritte
    helfen auch.’ Anders ausgedrückt: Das System kann man nicht von heute auf
    morgen umstellen. Man kann es nur “infiltrieren” und mit seinen eigenen Waffen schlagen.

    In diesem Sinne würde ich mich freuen, den einen oder anderen guten Vorsatz
    von Euch mit einfangen zu können. ;) [ Mehr Informationen zum Projekt
    finden sich unter http://tinyurl.com/6df9tn und http://www.2009gutevorsaetze.fiat.de/ ]

    Bzw. eine eigene Version aufmachen – youtube videos kann man zum Beispiel klasse in Blogs integrieren.

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