Espresso mit Franz Schuh

Okt 14, 2008 6 Kommentare Allgemein

“Ich sehe in dieser anstrengenden Veranstaltung Kapitalismus, in der Flucht in die Abstraktion, einen Versuch, der elenden Endlichkeit zu entfliehen.”

Zitat: Franz Schuh, Philosoph, österreichischer Schriftsteller und Essayist
Gefunden: DerStandard, Print/Thema, Wochenendausgabe 11./12. Oktober
Ganzer Artikel auch online nachzulesen

Erklärung: Unter dem Namen “Espresso” veröffentliche ich in unregelmäßigen Abständen Zitate besonderer Menschen die mich insprieren und motivieren. Den Name “Espresso” habe ich gewählt weil es kurze Zitate sind, die aber ein herrlichen, geistigen Geschmack entfalten und wach machen. Wie ein richtig guter Espresso eben. Ich freue mich über Eure Gedanken zu den Zitaten

6 Kommentare zu “Espresso mit Franz Schuh”

  1. Hans-Jürgen Langenbahn says:

    Man könnte den Eindruck gewinnen, Franz Schuh bezieht sich auf das sog. Nachhaltigkeitsportal “Utopia” …

    Langenbahn
    http://www.maskal.de

  2. Hannes Offenbacher says:

    das musst jetzt genauer erklären…

  3. Hans-Jürgen Langenbahn says:

    Na ja, “Utopia” bietet in meinen Augen auch eine Flucht ins Abstrakte, zwar im positiven Sinne gemeint, aber entfernt von der Realität, bietet quasi eine Flucht aus der “elenden Endlichkeit” – weshalb alles möglichst “nachhaltig” (also das Gegenteil von vergänglich, endlich) sein sollte. Utopia versucht “neue Realitäten” zu schaffen, die sich aber mit “strategischem Konsum” nicht herzaubern lassen. Wenn ich mir z.B. die Produktbewertungen in Utopia anschaue, so kann ich mich nicht des Eindrucks erwehren, dass viele die Handschrift von SEOlern und “guten Freunden der Produktanbieter” tragen. Da sind nicht nur die “neuen Realitäten”, da sind selbst die Utopien auf tönernen Füßen gebaut! Nachhaltigkeit ist wichtig, aber nicht eine, die nur das Konsumenten-Gewissen beruhigt und ins Abstrakte führt.

    Langenbahn
    http://www.maskal.de
    http://kaffee-blog.maskal.de

  4. Hannes Offenbacher says:

    Kann Dir in allen Punkten zustimmen. Habe mich auf “Einfach Nachhaltig” sehr kritisch zu Utopia geäußert. Und: Da ich finde man sollte die Kraft von bestehenden Netzwerken nutzen (was Utopia mir ihrem geschlossenen System nicht tut), habe ich auch eine Gruppe auf Facebook gegründet. Siehe: http://www.bessergehtsimmer.at/2008/11/03/100000-gesichter-fur-die-chance-nachhaltigkeit/

    LG Hannes

  5. Hans-Jürgen Langenbahn says:

    Hallo Hannes,

    es freut mich, dass es noch andere gibt, die “Utopia” gegenüber kritisch eingestellt sind! Ich werde mir Deine Hinweise in Ruhe anschauen und dann wieder von mir hören lassen!

    Viele Grüße,

    Hans

  6. Hans-Jürgen Langenbahn says:

    Hallo Hannes,

    ich habe unter http://bioemma.de/2008/11/03/chance-nachhatligkeit/#comment-473 einen Kommentar geschrieben und dort einen Vorschlag zu Deiner Facebook-Aktion gemacht. Schau´s Dir mal an (sobald Michael den Kommentar frei geschaltet hat). Was hältst Du davon? Deine “100.000 Gesichter …” haben mich jedenfalls spontan inspiriert, so ein Vorhaben vielleicht realisieren zu können. Wenn es gelänge, dann wäre der Nachweis erbracht, dass Online-Communities kollektiv aus dem virtuellen Raum heraus tatsächlich etwas bewirken können.

    Viele Grüße,

    Hans
    http://kaffee-blog.maskal.de

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