Twitter ist für mich ein Phänomen. Als sich der simple Dienst zum Trend aufschwang, habe ich selbst stark dessen Sinnhaftigkeit angezweifelt. Heute, bin ich selbst vom Twitter Virus erfasst. Doch es ist inzwischen keine Spielerei mehr, sondern erfüllt für mich einige wichtige Funktionen. Durch meine Strategie, nur die Twitter Updates von Menschen zu abonnieren, die ich auch wirklich kenne, ist es wie ein Klassenzimmer voller Freunde und Kollegen. Das macht Sinn. Man tauscht sich – unaufdringlich – aus, hilft bei Problemen, motiviert Leute die gerade einen Durchhänger haben und stärkt somit das eigene soziale Netz.

Skype war für mich immer zu aufdringlich, Email wiederum zu unverbindlich und langsam in der Anwendung. Twitter punktet dabei vor allem mit der Reduktion auf das Wesentliche. Mehr als 140 Zeichen sind nicht drinnen. Und das reicht auch, um Emotionen, Links und Gedanken auszutauschen. Und: Die Nachricht sehen ALLE Leute, die interessiert an einem sind.

 

Ein Beispiel für die soziale Funktion ist der twittergrill. Angefangen hat es, als ich meine Twitterleser fragte, wer Lust hat zu Grillen. Sofort fanden sich interessierte und die Idee eines „twittergrill“ war geboren. Eine Grillparty für Leute mit aktivem Twitter. Inzwischen sind 15 spannende Persönlichkeiten auf der Gästeliste und es werden wohl noch mehr. Mein Freund und Designer Tony Gigov von Pink Sheep Industries hat dazu noch ein feines Logo gestaltet. Obwohl ich glaube, wir verstoßen damit radikal gegen das Markenschutzrecht…

 

Wer selbst einen Twitter betreibt und am 9.Mai zum Grillen kommen will, sagt es mir via Twitter. Mein Username ist unkreativerweise „offenbacher“.