Im Dialog über Menschen, Medien & Möglichkeiten: Markus Hübner. Er ist Experte für Markenführung. Als Gründer & CEO von Brandflow, führt er Marken ins neue Kommunikationszeitalter und begleitet sie auf dem Weg zu zielgerichtetem Wachstum und begeisterten Kunden.

 

Er gewann – unter anderen – bei international renomierten Kreativwettbewerben wie dem Golden Drum Festival und Cannes Lions, sowie beim österreichischen Staatspreis Multimedia. Von Innsbruck aus, betreut er Kunden wie Coca-Cola, Carrera oder die Hypo Tirol Bank. 

(c) Daniel K. Gebhart

Fotos by Daniel K. Gebhart, Fotograf aus Wien – www.fotografisch.at 

 


Frage 1: Markus, Du warst einer der ersten in Österreich, die sich mit dem Internet professionell beschäftigt haben. Wann war das und wie bist Du dazu gekommen?

 

Puh, lang ist’s her :-)

Einer der ausschlaggebenden Momente war ein Film (war games), von dem ich fasziniert war welche Auswirkungen die weltweite Vernetzung von Computern

mit sich bringt. Als ich mich darauf intensiver mit der Thematik beschäftigte, setzte ich mich intensiv mit dem Internet auseinander. Da es um 1991 / 1992 nur sehr spärliche Informationen gab, organisierte ich mir Bücher aus den USA. Über das EDV-Zentrum in Innsbruck bekam ich Zugang. Telnet, Gopher, IRC oder Newsgroups waren die damaligen Dienste die mich sofort in Ihren Bann gezogen haben. So bin ich damals gleich nach der Schule in die Uni und auch in den Sommerferien.

 

 Wenn ich denke wie dramatisch sich dieses Informationszeitalter damals durch die Einführung des WWW einige Zeit später (1993) änderte. Ich kann mich noch sehr lebhaft an meine ersten Erlebnisse mit dem ersten WWW-Browser Mosaic erinnern. Es war im Gegensatz zu IT-Spezialisten vorbehaltenen Diensten wie Telnet & Co. der Startschuss für den massentauglichen Einsatz des Internet. Natürlich war mit Mosaic die damalige HTML Spezifikation nur sehr spärlich, doch ich stürzte mich gleich darauf.

 

Anfangs des WWW gab es nur ein paar tausend Server, da kannte ich die wichtigsten noch Auswendig. Wenn ich das mit heute vergleiche :-) Was mich damals auch schon begeisterte war die (inhaltliche) Leistungsorientierung der globalen Vernetzung. Ich hab neben der Schule (HAK) für größere Konzerne und Unternehmen in den USA oder der Schweiz Projekte gemacht. Es ging einfach darum was man kann, welche Referenzen man hatte und nicht wie alt man ist. Da können heute leider viele Jungunternehmer ein Lied davon singen wie schwierig oft diese mentale Hemmschwelle von vielen Entscheidern in der "offline Business Welt" ist.

 


 

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