Im Eilzugtempo am Kunden vorbei
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die liebe ÖBB. Wieder mal haben die es geschafft, mir ein Kopfschütteln heraus zu locken. Die schlauen Leute dort, freuen sich auf die neuen Züge namens Railjet und feiern eine Service-Innovation, die eigentlich (zum Teil) ein Rückschritt ist.
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Worum geht’s: Die neuen Railjet Züge kommen. Neu, modern und fürs 21. Jahrhundert gemacht. In vielen Punkten sind sie auch wirklich gut (obgleich ein paar Jahre überfällig). Doch was das Management inklusive Berateranhang sich in Sachen Speis & Trank ausgetüfftelt hat, ist Blödsinn.
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Der klassische Speisewagon wird weg-rationalisiert. Dafür gibt es ein Bistro (wow, wie typisch österreichisch) für die “untere” (Economy) Klasse von Fahrgästen, denn laut Konzept sollen die Business und Premium Kunden direkt am Platz verköstigt werden. Als regelmäßiger ÖBB Kunde habe ich schon einiges erlebt, zum Beispiel, dass man einem behinderten Gast das Essen in das Abteil gebracht hat, wo auch ich saß. Er erfreute sich an einem Wiener Schnitzel mit Pommes. Ich hingegen litt unter der entsprechenden Geruchs- und Lärmentwicklung.
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Zudem: Der Speisewagen hat einfach Charme. Gerade für bei Fernreisen eine wunderbare Möglichkeit den Platz zu verlassen, sich die Füße zu vertreten und gemeinsam etwas trinken & essen zu gehen. Das ist – laut ÖBB Pläne – schnell Vergangenheit. Schade. Denn ein Bistro ist ein kleines, gemütliches Lokal – ursprünglich im französischen Stil. Man trinkt hier seinen Wein, sein Bier, seinen Kaffee oder Cappuccino. Meist sind die klassischen Bistros einfach möbliert, ohne übertriebenes Dekor. Vielmehr kultivieren sie Einfachheit und die französische Lebensart. Die Speisekarte, wenn es überhaupt eine gibt, ist meist klein (Quelle: Wikipedia). Oder die ÖBB hat nicht nachgelesen, wofür Bistro steht… kann natürlich auch sein 
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Und während alle das tolle neue Meinl-Gusto Service feiern, wird an den wirklichen Knackpunkten vorbei gearbeitet. Zum Beispiel:
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-> Ebene Übergänge der Wagons (wie im deutschen ICE)
-> Türsensoren, die auch funktionieren
-> Besserer Lärmschutz
-> Schließfächer für Laptop und andere Wertsachen
-> Gepäckabgabe am Bahnhof – vor dem Einsteigen (so wie bei Bussen)
-> Zeit-echte Ansagen für die nächsten Stops (derzeit rein manuell und beliebig)
-> Internet- und Media Angebot (davon las ich noch nichts)
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PS: Die ÖBB sucht noch nach einer Lösung für die mobilen Bistrowagen. Die sollen mit einer echten Cafe-Maschine ausgestattet werden. Das Problem: Die Akkus. Wer da eine Lösung hat, sollte mal bei den ÖBB anklopfen.
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