Bubble 2.0?

Okt 29, 2007 3 Kommentare Allgemein

Ich vertrete ja schon länger die Ansicht, dass die Milliarden-Deals im Webbusiness mehr Ego-gesteuert sind, als sie auf fundierten, wirtschaftlichen Überlegungen basieren. Nun hört man immer öfter Stimmen, die bereits von einer zweiten Internetblase sprechen und den Sinn einer solchen Entwicklung anzweifeln. Mit einem angeblichen Wert von 15 Milliarden Dollar, stellt das Social Network Face Book die Latte wieder ein Stück nach oben. Dass der Unternehmensgewinn und Verkaufspreis in keiner sinnvollen Relation steht, stört derzeit niemanden.
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Ob Blase oder nicht, nach den alten wirtschaftlichen Kriterien ist das nicht mehr zu verstehen. Und vielleicht ist das auch schon der Knackpunkt der Sache. Sind wir vielleicht schon in einer Wirtschaft 2.0 angekommen, aber unser Kopf will diese noch immer mit dem Verstand einer Wirtschaft 1.0 bewerten?

3 Kommentare zu “Bubble 2.0?”

  1. michaela says:

    in diesem zusammenhang ist vieleicht auch mal etwas geschichte angebracht, naemlich die von der tulpne hausse im 17. jahrhundert, siehe zb http://www.lycos.de/startseite/geld_boerse/geschichte/43.html

  2. Hannes Offenbacher says:

    sehr sehr spannend. besonder gefällt mir der teil:

    “Erst, als holländische Züchter Anfang des 17. Jahrhunderts begannen, die verschiedenen Arten von Tulpen zu kreuzen und so aus einfarbig roten, weißen oder gelben Blumen bunte Feuerwerke zauberten, wurde die Tulpe zum Kultobjekt. Schon bald genossen die Züchter ein hohes Ansehen und es entstand ein regelrechter Wettbewerb um besonders schöne und ausgefallene Züchtungen.”

    könnte man ja eins zu eins auf die entwicklung von web diensten vom web 1.0 zum 2.0 übernehmen. facebook wäre sozusagen eine besonders “züchtung”, die viele haben wollen.

    auch gefällt mir, dass die blumen ja als “schmuck” verstanden wurden. das deckt sich für mich mit den deals der aktuellen zeit. die web 2.0 milliardäre schmücken sich ja auch mit zukäufen der besonderen art (skype).

    danke für den link!

  3. Georg says:

    War das von Microsoft nicht genial?
    240 Millionen Dollar investiert, Facebook 15 Milliarden Dollar schwer gemacht. Für Microsoft sind das Peanuts, die aus der Wechselgeld-Kasse kommen und sicher wieder zurück verdient werden.

    Auch wenn das neue Facebook-Werbesystem genauso ziellos ist wie zuvor, wird Microsoft damit Geld an den Werbeprovisionen bis bis 2011 verdienen. Mehr Geld als die 240 Millionen Dollar.

    Und Mark Zuckerberg wird damit keine Freude haben. Wer kauft seinen Laden schließlich für 15 Milliarden? Niemand. Das war eine klassische Lektion für Web 2.0-Unternehmer. Geschickter kann man sowas nicht machen.

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