Ok, ich bin sicher kein Apple Anhänger, obgleich ich mich vor deren Design-Leistungen verbeuge. Aber das iPhone läutet für mich eine neue, härtere Zeit für Apple ein. Nachdem sich Steve Jobs stets als Robin Hood der Computerwelt verkaufte und gegen die bösen Microsoft-Herrscher wetterte, kriegt die weiße Weste von Apple immer mehr Flecken ab.
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(1) Apple strebt mit iTunes eine ähnliche Mega-Monopolstellung wie Microsoft mit Windows an. Der einzige Unterschied: Während das Monopol von MS wohl eher historisch gewachsen ist, zeigt sich Steve in Sachen online-Musikmarkt als Prügelknabe der Sonderklasse. Um nicht nur mit den Downloads abzukassieren, entwickelte man einfach ein neues Musikformat (MP4), dass man nur auf Apples iPod abspielen kann. Die Welt ist sogar dumm genug und applaudiert dem schnell wachsenden Tyrannen der Musikwelt. Verzeiht ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun.
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(2) Nun kommt das Pseudo-innovative iPhone daher. Völlig übertrieben angehimmelt, denn abgesehen vom Interface und der Steuerungsintelligenz (wobei mir beim Touch-Screen das sensitives Feedback fehlt), ist das iPhone technisch – für europäische Verhältnisse – ein paar Jahre hinten. Der beste Vergleich, der mir einfällt, ist ein 90PS Diesel Golf der 3 Generation mit schöner Lackierung und neuen Xeon Scheinwerfern. Auch Boris Nemsic von A1, zeigt sich wenig überzeugt und stempelt das Gerät als “Spielzeug für Techies” ab, das eher ein iPod ist, der nur zufällig telefonieren kann (Boris rocks!). Auch Jörg Schieb zeigt sich wenig überzeugt und prognostiziert einen Deutschland-Flop.
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(3) Nachdem das iPhone für einen utopischen Preis an die blind-ergebenen Apple Jünger verkauft wurde, muss man wohl eingestehen, dass es doch zu frech-teuer war und so senkte Apple den Preis – plötzlich – um fette 200 Dollar. Wow. Und das, obwohl Mr. Jobs immer vorbetete, das Apple Produkte EINEN Preis haben und es keinen Reduktionen gibt. Als Entschädigung für die ersten Käufer, gab es einen 100 Dollar Einkaufsgutschein. Juhu & f… y……..
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(4) Nachdem Apple es geschafft hatte die einfallslosen Netzbetreiber in einen Knebelvertrag zu locken (Apple verdient am im Netz erzielten Umsatz mit!! Erbärmlich für ein stattliches Unternehmen wie AT&T), haben die findigen Fans es geschafft, das Ding zu knacken – es für andere Netze zu entsperren. Hier kommt nun wieder der weiße Baseballschläger zu Einsatz. Apple kündigt an, dass entsperrte Geräte beim nächsten – notwendigen? – Software Update “vielleicht” nicht mehr funktionieren wird. Ob das nun wirklich stimmt, sei dahingestellt (Microsoft droht ja auch seit Jahren, illegal registrierte Windowskopien zu sperren)
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(5) In Europa warten die Jünger noch immer auf den iPhone Start. Nun hat T-mobile den Exklusivvertrag ergattert (oder wie ich sagen würde: sich für blöd verkauft) und kündigt den Start in Deutschland an. In Österreich wird man vermutlich Probleme haben, siehe den Beitrag von Georg Holzer.
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Resümee: Es ist faszinierend, wie lange schon die Apple Fans nur das Gute in Steve Jobs sehen. Ich bin da etwas skeptischer. Für mich ist Steve Jobs die größere Bedrohung für einen IT Markt voller Wettbewerb, denn im Vergleich zu anderen Leadern der Branche ist der Mann kreativ und hat eine Nase für Innovation. Sein Ehrgeiz und die Vorgehensweise der letzten Zeit verleiten mich, Herrn Jobs als „Putin der IT Welt” zu sehen. Da hat es Bill Gates in der Rolle des „Bush” gar nicht mal so schlecht erwischt.
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Nun muss Apple und Steve alias “Mr. I love me, myself and my company” mit einer neuen Situation umgehen. Plötzlich wird man auch beschimpft, bekommt schlechte Presse und vergrault sogar die eigene Stammkundschaft. Bin gespannt, wie die Story weitergeht. Die Zeit des kleinen Robin Hood mit weißer Weste ist vorbei. Und auch wenn die Mühlen der EU Wettbewerbsbehörde langsam mahlen, sie mahlen stetig 
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köstlich
Stimmt, ich bin auch der Ansicht, dass der Hype ein ungerechtfertigter ist, dafür das man weder den Akku auswechseln kann, noch alternative Netzbetreiber wählen, ist das Aufsehen, welches um den kleinen “iPod, der zufällig telefonieren kann” ziemlich übertrieben. Ich bin zwar ein Fan von technischem Spielzeug, aber die Absichten von Apple, mit aller Gewalt die Marktposition aufzubessern und die Benutzer durch Einschränkungen an das Unternehmen zu fesseln, behagt mir nicht.