Der Bundeskanzler hört die Kasse klingeln und witzelt über neue Entlohnungsmodelle für die Bundesregierung. Nein, ich war nicht beim Ministerrat, sondern beim Eurobrand Forum im Tech Gate.
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Das European Brand Institute lud zum ersten Eurobrand Forum in Wien. Der Vorsitzende Gerhard Hrebicek hat mit dem Event einen gelungenen Start hingelegt. Das Podium war teils hochkarätig besetzt. Neben der Wirtschaftskammer Wien Chefin und Pseudo Bloggerin Brigitte Jank, kam auch der Bundeskanzler auf einen Sprung vorbei, um über die Marke Österreich zu referieren.
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Ja, ihr habt richtig gelesen, Dr. Gusenbauer sprach über die Natur der Marke am Beispiel Österreich. Sein Resümee: Österreich ist Spitze (den Spruch kennen wir doch von seinem Vorgänger?) und die Regierung – mit ihm an der Spitze – ist sozusagen Markenmanager der 450 Milliarden Euro wertvollen Marke „Österreich“ (Markenwert errechnet vom European Brand Institute). Seine Auslandsreisen könnte man mit einer Roadshow vergleichen und er wäre nicht abgeneigt, wenn die Bundesregierung, anhand dieser verlockenden Zahlen, Erfolgs- und leistungsorientiert entlohnt würde. Na wenn er sich damit nicht in den Finger schneidet.
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Was bei mir ein Kopfschütteln auslöste: Die vielfachen (unterwürfigen) Aussagen, es sei eine große Auszeichnung und Ehre, dass sich der Bundeskanzler für dieses Event Zeit genommen hat (und die gleiche Luft wie wir atmet). Warum Auszeichnung? Es ist auf jeden Fall ein großer Lobbying Erfolg und ein tolles PR Zuckerl für die Organisatoren, aber auszeichnen tut die Anwesenheit eines Politikers wohl nix. Sorry.
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Yell Kopfnuss: Menschen, die derart übertrieben danken, erinnern mich immer an die unbeliebten Mitschüler, die der Lehrerin Äpfel mitgebracht haben. Gebracht haben auch die Äpfel nix.
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Zurück zum Event: Die Location – 19 Stock in der Tech Gate Lounge – hat mich sehr gefallen. Auch wenn die Diskussionen auf den Pseudo-Podium Sessions zu kurz kamen und zu wenig kontrovers moderiert wurde (was will man erwarten, wenn man nur Pro-Marke-und-meine-ist-die-Beste einladet), war der Event im Ganzen betrachtet eine runde Angelegenheit.
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Da das Forum vor allem die Perspektive „Großbetriebe“ hatte, wäre eine Ausweitung auf die Klein- und Mittelunternehmen im nächsten Jahr spannend. Oder es macht jemand anderer (Calling Hübi!).
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Yell Kopfnuss: Ich finde es ja wenig atemberaubend, wenn ein Manager mit Millionenbudget gute Markenführungsarbeit leistet. Das ist für mich eher logisch. Herausragend ist es, wenn jemand das Gleiche mit Minibudget zu Stande bringt.
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So, ich muss nun mal den Kulturschock verdauen, nachdem ich in letzter Zeit mehr auf Unkonferenzen unterwegs war, als auf konservativen, klassischen Grauer-Anzug-weißes-Hemd Events….