Neue Arbeitswelt sucht Raum für Entfaltung

Aug 04, 2007 0 Kommentare Allgemein

Analyse & Tipps: Leute aus dem New-Media Bereich kennen vermutlich das WerkzeugH. Das ist jenes Lokal in Wien, dass mit seinem smarten Konzept (Wohnzimmer+Wlan+Beamer+super Karte) zum Mekka der New-Media Szene geworden ist. Warum eigentlich?
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Arbeitswelt (c) Pixelio.de
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Letzens feierte z.B. das österreichische “Brand eins” – Datum – sein Sommerfest dort. Auch das Barcamp wurde im WerkzeugH aufgeschlagen. Die österreichische Web 2.0 Größe (die einzige?) Knallgrau hat sich sogar Nebenräume für ein Office dort angemietet. Warum nur?
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Der IT Profi & Inhaber Manfred Wuits hat es von Anfang an verstanden sich mit seiner Zielgruppe zu verflechten (Er ist ja auch selbst Zielgruppe). Was auffällt: Obgleich das WerkzeugH überhaupt nicht zentral liegt, brummt es. Liegt es an der hoch vernetzten Szene, die mit ihren superschnellen Kommunikationswegen das Lokal schnell bekannt gemacht hat? Oder liegt es an einem kleinen, aber wichtigen Detail, dass ich für mich als Erfolgsfaktor ausgemacht habe? Nämlich die Anpassung an die neue Arbeitswelt.
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Das klingt vielleicht zu einfach, aber ich habe bis dato kein anderes „lässig-gemütliches” Lokal in Wien entdeckt, wo z.B. ein Beamer zur freien Nutzung bereit steht (Wenn es sowas gibt, bitte verraten!) Gerade in dieser neuen Projekt-Arbeitswelt der vernetzten, selbstständigen Kreativen, werden solche Orte aber vermehrt gebraucht. Nicht umsonst hat auch Paul Böhm mit seinem Metalab großen Zulauf.
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Im Rahmen von einem tagoa Venture Studio (wo wir immer neue Businessideen andenken), haben wir den Entwurf eines „Coffice” geboren. Das steht für „Coffee & Office” in einem. Man geht hin, kann sich flexibel einen gemütlichen Arbeitsraum – supergünstig oder sogar gratis – anmieten und hat dabei auch noch die notwenige Infrastruktur eines Büros zur Verfügung. Das wären dann Flipchart, Stifte, Beamer und Internet, fertig. Wenn man was braucht, drückt man einen Knopf und die Bedienung kommt vorbei (Oder bestellt gleich über eine Internetseite, wo man mit einer Arbeitsraum ID eingeloggt ist und dann gleich via Kreditkarte abrechnen lässt). Da würde man wohl viele Wir-nennen-es-Arbeit Anhänger antreffen ;)
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Oder lebt WerkzeugH vom Seitenblicke Effekt? Sehen und gesehen werden? Nährt es sich vom Potential, dass man dort immer spannende Leute aus der Szene antreffen kann? Dabei sein ist alles?
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Embarassed Besser|geht’s|immer: Ich würde mir bei der Wlan Nutzung noch ein Anmelde-Interface wünschen, damit dann jeder der sich dort einloggt auch gleich sieht, auf welchen Tisch, welche Medienkompetenz sitzt. Natürlich mit Statusbemerkung „mir ist fad” oder „bin in die Arbeit vertieft”. Ein local-real-and-virual-social-network. Übertreibe ich?
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Auf jeden Fall brauche ich das WerkzeugH nicht zu empfehlen. Das hat es nicht mehr nötig. Immer öfter sehe ich bei Freunden die Skype Mood Message „im WerkzeugH”. Ich wünsche mir eher, dass mehr junge (alte?) Lokalbesitzer über diese neue Szene und das dadurch entstehende Potential nachdenken. Wir – die Kunden die nicht erst nach 17 Uhr auftauchen – wollen nicht mehr „nur” als Kaffeetrinker gesehen werden. Wir bringen unsere Arbeit mit und das Kaffee trinken gehört dazu. Entsprechend wollen wir neben dem Keks zum Kaffee, auch arbeitsorientierte Zusatz-Services.
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Meine „Besser|geht’s|immer Tipps:
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(1) Bietet kostenloses Wlan an (logisch!)
(2) Kauft einen Beamer und stellt ihn kostenlos zur Verfügung
(3) Denkt über die neuen Ansprüche an die Sitzmöglichkeiten nach (Stichwort Laptop)
(4) Sorgt dafür, dass es genügend Steckdosen* gibt (noch ein großes Problem)
(5) Schafft Raum für Veranstaltungen mit Präsentationscharakter (abgrenzbar!)
(6) Seit kreativ und fügt der Karte z.B. einen „Blogtail” (Cocktail für Blogger) hinzu
(7) Starte einen authentischen Lokal-Blog anstatt einer toten Website
(8) Fragt junge Freaks & Leute aus der Szene um Hilfe – sie werden es gerne machen
(9) Bietet eine Kaffee Monatskarte oder Flatrate – fair use ;) – an
(10) Stellt ein paar Flipcharts oder Kreidetafeln zum Brainstormen hin
(11) Macht eine virtuelle Foto-Gäste-Wand im Web
(12) Lernt Eure Gäste kennen, fragt was sie machen und vernetzt euch
(13) Nehmt die (jungen) Leute ernst, unterschätzt ihr Potential nicht
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*Ob ihr den Strom mit auf die Rechnung schreibt, ist eine andere Frage.
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Gibt’s noch weitere gute Ideen? Gibt es außerhalb von Wien ähnlich erfolgreiche Lokale wie das WerkzeugH? Her damit, dann gibt es schon bald eine “Coffice Index“! In der Zwischenzeit hilft die free-wlan Liste von Helge. Zumindest in Wien.
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Für Gastronomen&innen: Wer macht da mit? Ich bin sofort dabei, so ein Projekt zu unterstützen oder sogar als Partner einzusteigen! Email an feedback(a)bessergehtsimmer.at

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