Zweifelhafte Namensänderung von openBC: Nun ist es raus. Das deutsche Erfolgsnetzwerk openBC ändert in naher Zukunft seinen Namen auf XING und zerstört damit eine erfolgreich aufgebaute Marke, die einen unglaublichen Einzug in die Business Community geschafft hat.
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3,7 Millionen Google Einträge bekommt man, wenn man „openBC” eintippt. Das ist ein großer Erfolg. Auch Wikipedia hat den Begriff als Eintrag aufgenommen.
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Und nun: Weg damit.
Warum? Die Gründe sind verständlich. OpenBC wird in den großen Wachstumsmärkten des asiatischen Kontinents oft missverständlich verstanden. Das „open” wird oftmals als unseriös eingestuft, “BC” steht im alltäglichen Wortgebrauch auch für „before Christ”, im asiatischen Raum war er fast nicht auszusprechen. Dumm. Ein Paradebeispiel für nicht gemachte Hausaufgaben am Beginn der Erfolgsgeschichte. Aber das ist leicht zu verzeihen, der große Erfolg entschuldigt Vieles.
Aber nun das. Als hätte man nicht gelernt, dass die Namenswahl etwas sehr Wichtiges für globale Marken ist, verkündet openBC strahlend und stolz ihre neue Wortschöpfung.
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X I N G
Diese 4 Buchstaben sollen die Welt erobern. Sind im Englischen wie auch in den asiatischen Sprachen gut auszusprechen und sollen keinen Raum für negative Assoziationen geben. Laut Klaus Eck alias der PR Blogger steht XING im Chinesischen für “Ich kann es tun” (was auch immer), im US-Englischen steht es auch für “Crossing”.
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Ist es so?
Nur 10 Minuten Recherche lassen mich den Kopf schütteln. Zerstört über die nicht nachvollziehbare Entscheidung sitze ich hier in Wien. Denn: „XING” bei Google eingetippt spuckt 9,6 Millionen Ergebnisse aus! Ich erinnere an eines der berühmten, unumstößlichen Gebote des Internet Brandings laut Al Ries:
Gebot 4: EIGENNAME
Ihr Name steht im Internet allein – wählen Sie daher einen Guten!
Nun würde ich sagen, dass 9,6 Millionen Einträge im Web nicht gerade einsam sind. Ich erinnern, der Name „openBC” erreichte nur 3,7 Millionen…
Aber mein Unverständnis ist noch nicht zu Ende. Sieht man sich die Google Ergebnisse etwas besser an, dann entdeckt man, dass XING auch für folgendes steht:
(1) Ein Kulturmagazin steht http://www.xing.at/
(2) Eine Fotografenagentur http://www.xing.de/
Achtung: Die Inhaber von www.xing.de wechseln schon bald auf www.xing-art.de. Ich würde gerne wissen – falls meine wüste Annahme zutrifft – was openBC alias XING den alten Domainbesitzern dafür angeboten hat. Gratulation an die Glückspilze! Bleibt zu beobachten, welche anderen XINGs noch “verschwinden” oder sich impulsiv “ändern”.
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XING ist aber auch noch:
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(3) Eine Rockband in München www.xing-munich.de
(4) Ein MP3 Encoder www.mp3-converter.com/xing_mp3encoder.htm
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Das eine kurze Auswahl. Doch es geht noch weiter.
Xingyiquan – oder auch Xing Yi Quan geschrieben – ist eine chinesische Kampfkust und zählt zu den sogenannten inneren Kampfkünsten. Die Techniken sind explosiv, geradlinig und vom äußerlichen Ablauf her nicht sonderlich kompliziert. *lach* http://de.wikipedia.org/wiki/Xingyiquan
Die größte Problematik aber: XING ist auch ein gängiger Vor- und Nachname. Siehe das Beispiel von Xing Huina, eine chinesische Leichtathletin. http://de.wikipedia.org/wiki/Xing_Huina
Was würden wir im deutschsprachigen Raum wohl denken, wenn eine asiatische Businessplattform startet, die „Helmut” oder “Maier” heißt?
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Und noch viel mehr Überschneidungen: Suchergebnisse für “XING” auf openBC
+ Firma jetzt (77 Ergebnisse) Skuril..
+ Nachname (73 Ergebnisse) Die Glücklichen
+ Ort geschäftlich (20)
+ Firma ehemalig (13)
Weitere Suchergebnisse >
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Geschmack ist ja subjektiv und Entscheidungen haben viele Gründe. Dennoch: Bei einer solch starken Internetmarke wie „openBC” liegen die Erwartungen an deren Entscheidungen einfach höher.
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Und ganz ehrlich, ich bin enttäusch, denn ich hätte mir mehr erwartet. Zudem ist XING eine klare Abwendung vom deutschsprachigen Raum, welcher ja nun gut gesättigt ist… *hust*
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Wieder: Warum nicht schlauer?
Mein Ratschlag – hätte man uns gefragt: Drei potentielle Namen entwickeln, alle notwendigen Domainnamen & Rechte sichern (das kann man sich als openBC wohl leisten) und dann die Community abstimmen lassen! Doch das ist einem der führenden Social Netzwerke der Welt nicht eingefallen. Warum auch Interaktivität und Userintegration. Braucht man nicht.
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Und wie geht es Euch damit?
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